Lesung und Gespräch
»Das ist eine Liebesgeschichte«
Diese Worte stehen am Beginn eines kleinen schwarzen Buches. 120 Seiten, 15 x 21 cm, weiße Prägung auf einem mit schwarzem Leinen kaschierten Hardcover. Ein Buch wie eine Schatulle. Ein Satz wie ein klebriges Versprechen. Aber was ist das, eine Liebesgeschichte? Was ist Liebe? Worum geht es hier? Um ein Kribbeln im Bauch? Um eine Person die im letzten Moment am Ende der Rolltreppe an Bahnhof oder Flughafen auftaucht?
Rot (Hunger) öffnet den Bedeutungsraum mit Worten, die keinen klassischen, stringenten Text ergeben, sondern ein Gefühl. Es ist Sehnsucht. Das unerfüllbare Verlangen nach noch mehr Nähe, Verschmelzung, Füllung dieses Verzehren. Senthuran Varatharajah seziert diese Phrasen beinahe zärtlich, nimmt sie wörtlich, umgibt sie mit persönlichen Details und wahren Begebenheiten. Dies geschieht mit höchster Genauigkeit in Wortwahl und Schriftsetzung, die kein Leerzeichen dem Zufall überlässt. Diese Worte, Ausdruck höchster Emotionalität, immer unzulänglich, Krüppel ihrer selbst so wie unsere Körper. Voller Grenzen, die wir zu überwinden suchen.
Mi, 25. März | 19.30 Uhr
KUNST – GEFAHR: ein Vortrag von Wolfram P. Kastner
„Nicht ich provoziere, sondern die Umstände provozieren mich.“
Wolfram P. Kastner ist ein Künstler, dessen Arbeiten und Aktionen oft politische und historische Themen aufgreifen, insb. die Gegenwart der Geschichte, Erinnern und Vergessen, Militarismus und Faschismus in Deutschland und Österreich. Das verstehen manche als Provokation. Behörden, Politik und Justiz mischen sich ein...
Der Künstler stellt ein paar „provokative“ Beispiele vor.
Tickets: 6 Euro | Mitglieder: 4 Euro
Fr, 27. März | 19.30 Uhr
Zweitland
Drama/D/A/I/2025/112 Min.
Südtirol, 1961. Die norditalienische Region wird durch eine Serie von separatistischen Bombenanschlägen erschüttert. Während der junge Bauernsohn Paul der Perspektivlosigkeit seines Dorfes entkommen und Malerei studieren will, kämpft sein älterer Bruder Anton kompromisslos für den Schutz der deutschsprachigen Minderheit – notfalls mit Gewalt. Nachdem Anton als einer der Attentäter enttarnt wird, flieht er und lässt Hof und Familie zurück. Widerwillig verschiebt Paul seine eigenen Pläne, um Antons Frau Anna und ihren kleinen Sohn zu unterstützen.
Tickets: 8 Euro | ermäßigt: 6 Euro | Mitglieder des Kulturvereins Olympiadorf: 4 Euro
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